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Heizungen – weniger Energie, weniger Kosten, gutes Klima
Geschichte des Monats

Weniger Ausgaben bei gleichem Komfort

Interview mit Christian Hinze-Riechers, Amtsleiter Haupt- und Kämmereiamt, Stadt Klötze, über seine Erfahrungen mit der optimalen Bedienung von Heizungsregelungen


Herr Hinze-Riechers, die Stadt Klötze arbeitet seit 2005 mit dem Ingenieurbüro Köhler/Hartwig zusammen. Nach der Gebietsreform in Sachsen-Anhalt sind zu den Gebäuden der Stadt auch jene der eingemeindeten Orte hinzugekommen. Warum nehmen Sie die Unterstützung in Anspruch?

Erst einmal gibt uns das Ergebnis der Zusammenarbeit Recht. Unsere Ausgaben für Energie sind seit 2005 stabil geblieben bei ständig, teils drastisch steigenden Energiekosten. Das tut unserem kommunalen Haushalt gut. Allein hätten wir das nicht geschafft, denn wir in der Verwaltung sind keine Fachleute für Heizungsregelungen. Außerdem ist es uns gelungen, unseren CO2-Ausstoß deutlich zu reduzieren. Eine Energiewende beginnt mit unspektakulären, aber effektiven Maßnahmen, die nichts oder nur wenig kosten.

In anderen Rathäusern hört man oft das Argument: Wir können das allein.

Wir sind da realistisch und haben mittlerweile auch unsere Erfahrungen, aber allein geht das nicht. Ein Beispiel: Wir hatten jahrelang in einem unserer Kindergärten das Problem, dass ein Raum nicht richtig warm wurde. Auch das Heizungsfachunternehmen, das wir hinzugezogen hatten, fand keine Lösung. Erst Herr Köhler und sein Kollege sahen schnell, dass die Heizungsregelung wie bei einem normalen Einfamilienhaus eingestellt und nicht den Nutzungszeiten der Einrichtung angepasst war. Konkret lief die Heizung von 6 bis 22 Uhr an jedem Tag der Woche. Die träge Fußbodenheizung musste jedoch je nach Witterung erheblich früher in Betrieb gehen, damit bei Öffnung der Kita um 6 Uhr die Räume warm sind. Herr Köhler hat dem Hausmeister geholfen, die Möglichkeiten der modernen Heizungssteuerung voll zu nutzen. Der Raum ist seitdem warm und trotz des früheren Hochfahrens der Heizung sparen wir Energie, weil die Heizung früher in die Absenkung geht. Das ist es, was wir wollen: eine Leistung, die trotzdem den gewohnten Komfort garantiert.

Wie warm muss es denn bei Ihnen sein?

Wärme ist relativ. Menschen haben ein unterschiedliches Wärmeempfinden, eine Turnhalle braucht andere Temperaturen als ein Kindergarten. Allen Situationen gemeinsam ist, dass man nachts in der Regel keine voll beheizten Räume braucht. Wir sind es gewohnt, dass es in öffentlichen Gebäuden warm ist. Über diese Selbstverständlichkeit denkt kaum jemand nach, auch über die Kosten von Wärme für öffentliche Einrichtungen nicht.

Warum tun Sie es denn?

Es ist meine Aufgabe als Haupt- und Kämmereiamtsleiter, zum anderen aber die Verantwortung, die Ressourcen zu schonen und einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Wenn sich Gewohnheiten ändern sollen, gibt es oft Auseinander-setzungen. Wie gehen Sie damit um?

Wir haben uns zum Beispiel hier im Rathaus auf eine Raumtemperatur geeinigt. Früher wurde durchgeheizt, wenn´s zu warm war, wurden Türen und Fenster aufgerissen. Einigen von uns ist durch die Zusammenarbeit mit Köhler/Hartwig bewusst geworden, dass moderne Heizungsanlagen vieles können, man muss nur sagen, was man will. Es gibt beim Wärmeempfinden eben keinen allgemeingültigen Standard. Oft haben Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – ob im Rathaus, in einer Schule oder Kita – die Befürchtung, sie sollen frieren, damit es dem Haushalt besser geht. Diese Sorge konnten wir ihnen schnell nehmen. Das hat auch etwas mit der Kompetenz von Köhler/Hartwig zu tun. Denn es ist warm und trotzdem gehen wir verantwortungsvoll mit der Energie um.

Hauptamtsleiter Christian Hinze-Riechers (r.) und Hausmeister Peter Hecht an der Heizung

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